Dolby Atmos und DTS:X: Wie gut ist der TV-Sound wirklich?

Dolby Atmos und DTS:X versprechen Kinoklang im Wohnzimmer. Doch wie gut funktioniert das wirklich mit den integrierten TV-Lautsprechern? Wir erklären die Technik, zeigen Grenzen und geben Dir praktische Tipps für das beste Klangerlebnis.

Was sind Dolby Atmos und DTS:X?

Wenn Du Dich mit modernem TV-Sound beschäftigst, begegnest Du zwangsläufig den Begriffen Dolby Atmos und DTS:X. Diese beiden Audio-Technologien haben die Art, wie wir Klangerlebnisse wahrnehmen, grundlegend verändert. Anders als herkömmlicher Surround-Sound, der auf festen Kanälen basiert, arbeiten beide Systeme mit sogenannten objektbasierten Audiotechnologien. Das bedeutet: Jeder Klang – sei es ein flüsterndes Gespräch, ein herannahendes Gewitter oder die Musik eines Orchesters – wird als einzelnes Objekt mit eigenen räumlichen Koordinaten behandilt.

Diese Herangehensweise ermöglicht eine völlig neue Dimension des Hörens. Während traditionelle Formate wie Dolby Digital 5.1 oder DTS-ES den Ton auf feste Lautsprecherpositionen verteilen, können Dolby Atmos und DTS:X den Klang präzise im dreidimensionalen Raum platzieren. Das Ergebnis ist ein Sound, der Dich regelrecht umhüllt – Du hörst nicht nur, woher ein Geräusch kommt, sondern nimmst auch wahr, wie hoch oder tief es sich befindet. Diese Höhenkomponente, das sogenannte Height-Element, ist das entscheidende Merkmal, das beide Formate von konventionellem Surround-Sound unterscheidet.

Die technische Funktionsweise im Detail

Um zu verstehen, wie Dolby Atmos und DTS:X funktionieren, müssen wir einen Blick auf die zugrundeliegende Technik werfen. Beide Systeme basieren auf dem Prinzip der Audiometadaten. Bei der Produktion eines Films oder einer Serie werden nicht nur die Tonspuren selbst erstellt, sondern auch zusätzliche Informationen, die beschreiben, wo sich jeder Klang im virtuellen dreidimensionalen Raum befinden soll. Diese Metadaten enthalten Informationen über die Position, die Bewegung und die Intensität jedes einzelnen Klangobjekts.

Der entscheidende Unterschied zur herkömmlichen Tonwiedergabe liegt in der Skalierbarkeit. Während ein klassisches 5.1- oder 7.1-System eine feste Anzahl von Lautsprechern erfordert, können Dolby Atmos und DTS:X mit unterschiedlichen Setup-Varianten arbeiten. Das fängt bei einer einfachen Soundbar mit integrierten Height-Kanälen an und reicht bis hin zu komplexen Installationen mit bis zu 24 Lautsprechern im Kinostandard. Wichtig ist dabei: Das Audio-Signal wird nicht für eine spezifische Lautsprecheranordnung optimiert, sondern für ein Szenario mit bis zu 64 (Atmos) beziehungsweise 32 (DTS:X) Lautsprechern. Der Renderer im Receiver oder im Fernseher selbst entscheidet dann, wie diese Objekte am besten auf Deine vorhandene Hardware verteilt werden.

Warum ist das Format für TV-Käufer wichtig?

Die Frage, ob Dolby Atmos oder DTS:X für Dich relevant sind, hängt eng mit Deinem Nutzungsverhalten und Deinen Erwartungen an das Heimkino-Erlebnis zusammen. Wenn Du Filme, Serien und Sportübertragungen mit maximaler Klangqualität genießen möchtest, sind diese Formate ein wesentlicher Faktor bei der Kaufentscheidung. Sie transformieren das Klangerlebnis von einem flachen, eindimensionalen Ton zu einer包围enden Klanglandschaft, in der Du das Gefühl hast, mitten im Geschehen zu stehen.

Besonders bei Premium-Fernsehern wie dem Sony XR-77A95L 77 Zoll QD-OLED 4K Smart TV Google TV spielt die Audio-Komponente eine wichtige Rolle. Sony verbaut hier das sogenannte Acoustic Surface Audio+ System, bei dem der Bildschirm selbst als riesiger Lautsprecher fungiert. Diese Technologie erzeugt einen Sound, der direkt aus dem Bildschirm kommt – ideal für die präzise räumliche Darstellung von Dolby Atmos. Auch der Philips PML9009 75 Zoll Mini-LED 4K Google TV Ambiglow setzt auf ein durchdachtes Lautsprecher-System mit separatem Subwoofer, das Dolby Atmos-Inhalte beeindruckend wiedergeben kann. Die Integration dieser fortschrittlichen Audioformate zeigt, wie sehr sich die Hersteller um ein ganzheitliches Medienerlebnis bemühen.

Grenzen der integrierten TV-Lautsprecher

So beeindruckend Dolby Atmos und DTS:X auch klingen mögen – die Realität der integrierten TV-Lautsprecher setzt klare Grenzen. Die flachen Gehäuse moderner Fernseher bieten physikalisch einfach nicht genug Raum für Speaker, die tiefe Frequenzen und präzise Höhen gleichzeitig erzeugen können. Das gilt selbst für Premium-Geräte wie den Samsung QE65QN90D 65 Zoll Mini-LED 4K Smart TV, dessen 60-Watt-Lautsprechersystem zwar leistungsstark ist, aber naturgemäß an die Grenzen eines schlanken TV-Designs stößt.

Das größte Problem bei der Wiedergabe von Height-Kanälen über interne TV-Lautsprecher ist die fehlende physische Höhenebene. Dolby Atmos und DTS:X sind darauf ausgelegt, Klang von oben zu projizieren – über Deckenlautsprecher oder nach oben abstrahlende Speaker in einer Soundbar. Wenn der Ton jedoch nur aus dem flachen Fernsehgehäuse kommt, kann er diese räumliche Illusion nur eingeschränkt erzeugen. Selbst Sony mit seiner innovativen Acoustic Surface Technologie kann diesen physikalischen Nachteil nicht vollständig kompensieren. Das Ergebnis ist, dass Du zwar von der erweiterten Klangbühne und der besseren Dialogverständlichkeit profitierst, das volle immersive Erlebnis aber erst mit zusätzlicher Hardware erreicht wird.

Worauf Du beim TV-Kauf achten solltest

Wenn Dir hochwertiger Sound wichtig ist, gibt es beim TV-Kauf einige entscheidende Faktoren zu beachten. Zunächst solltest Du prüfen, welche Audioformate der Fernseher unterstützt. Während Dolby Atmos mittlerweile weit verbreitet ist, unterstützen nicht alle Geräte auch DTS:X. Der Philips PML9009 75 Zoll Mini-LED 4K Google TV Ambiglow bietet beispielsweise beide Formate und ist damit eine gute Wahl für Film-Enthusiasten, die Flexibilität bei der Wahl ihrer Medien schätzen. Samsung-Fernseher wie der QE65QN90D setzen hingegen auf das konkurrierende Format HDR10+ und verzichten auf Dolby Vision – bei Audio bedeutet das: Dolby Atmos wird unterstützt, aber DTS:X fehlt.

Ebenso wichtig ist die Anschlussvielfalt für externe Audio-Geräte. HDMI 2.1 Ports mit eARC (enhanced Audio Return Channel) sind mittlerweile Standard bei Premium-Fernsehern und ermöglichen die verlustfreie Übertragung von Dolby Atmos und DTS:X an eine kompatible Soundbar oder einen AV-Receiver. Der Sony XR-77A95L 77 Zoll QD-OLED 4K Smart TV Google TV verfügt zwar nur über zwei HDMI-2.1-Anschlüsse, bietet aber über den eARC-Anschluss die Möglichkeit, eine High-End-Soundbar anzuschließen. Überlege auch, ob der Fernseher eine Audioausgabe über Bluetooth unterstützt – praktisch, wenn Du kabellose Kopfhörer oder Speaker verwenden möchtest, wobei hier die Audioqualität durch die Bluetooth-Codierung beeinträchtigt werden kann.

Die optimale Ergänzung: Soundbars und AV-Receiver

Die ernüchternde Wahrheit ist: Selbst die besten integrierten TV-Lautsprecher können das volle Potenzial von Dolby Atmos und DTS:X nicht ausschöpfen. Für ein wahrhaft immersives Klangerlebnis führt kaum ein Weg an zusätzlicher Hardware vorbei. Soundbars haben sich als populäre Lösung etabliert, die Kompaktheit mit gutem Klang verbinden. Hochwertige Modelle verfügen über integrierte Height-Kanäle, die den Ton von der Decke reflektieren, oder nutzen virtuelle Atmos-Technologie, um den räumlichen Eindruck digital zu erzeugen.

Noch besser funktioniert Dolby Atmos mit einem klassischen Setup aus AV-Receiver und separaten Lautsprecher-Boxen. Hier können echte Deckenlautsprecher oder nach oben abstrahlende Module den Height-Kanal physisch korrekt wiedergeben. Die meisten Premium-Fernseher wie der Sony XR-77A95L oder der LG OLED65G5 65 Zoll OLED 4K Smart TV α11 AI Processor unterstützen diese Konfiguration dank umfangreicher HDMI-Anschlüsse und eARC. Der entscheidende Vorteil: Du kannst mit einer Investition in externe Speaker das volle Klangpotenzial Deines Fernsehers erschließen – und das auch für zukünftige Inhalte, die noch intensiver von objektbasiertem Audio Gebrauch machen werden.

Fazit: Realistische Erwartungen für das beste Klangerlebnis

Dolby Atmos und DTS:X repräsentieren zweifellos die Zukunft des Heimkino-Sounds. Die objektbasierte Audiotechnologie ermöglicht ein Klangerlebnis, das traditionelle Surround-Formate in puncto Räumlichkeit und Immersion deutlich übertrifft. Die gute Nachricht: Die Unterstützung für diese Formate ist bei modernen Fernsehern weit verbreitet – selbst im Mittelklasse-Segment findest Du selten noch Geräte ohne Atmos-Support.

Die schlechte Nachricht: Die integrierten TV-Lautsprecher können das volle Potenzial dieser Technologie nicht entfalten. Selbst Premium-Geräte wie der Sony XR-77A95L mit seinem innovativen Acoustic Surface Audio+ System stoßen an physikalische Grenzen. Unser Fazit: Investiere in einen Fernseher, der Dolby Atmos und DTS:X unterstützt – das ist die Basis für zukunftssicheren Heimkino-Sound. Für das bestmögliche Erlebnis solltest Du jedoch parallel in eine kompatible Soundbar oder ein vollständiges Lautsprecher-Setup einplanen. Die Kombination aus einem exzellenten Bildschirm und durchdachter Audio-Ergänzung macht aus Deinem Wohnzimmer ein echtes Kinoerlebnis.

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