Black Friday TV-Deals: Die besten Angebote nutzen

Der Black Friday steht vor der Tür und bietet die ideale Gelegenheit, deinen alten Fernseher gegen ein modernes Modell zu tauschen. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf du bei den Angeboten achten solltest und welche TVs sich besonders lohnen.

Warum der Black Friday die beste Zeit für einen TV-Kauf ist

Der Black Friday hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Shopping-Events des Jahres entwickelt, und das aus gutem Grund: Im November und Dezember erreichen die Preise für Unterhaltungselektronik regelmäßig ihre Jahrestiefststände. Das gilt besonders für Fernseher, da die Hersteller und Händler ihre Lager vor dem Jahresende räumen möchten und gleichzeitig die Nachfrage durch Weihnachtsgeschenke stark ansteigt.

Doch nicht jedes vermeintliche Schnäppchen ist tatsächlich ein gutes Geschäft. Hinter hohen Rabattprozenten verbergen sich oft Modelle der Vorjahre, die zwar günstig erscheinen, aber technisch bereits überholt sind. Gleichzeitig gibt es tatsächlich attraktive Angebote auf aktuelle Top-Modelle, die du mit dem richtigen Wissen gezielt finden kannst. Der Schlüssel liegt darin, die technischen Daten zu verstehen, echte Preisnachlässe von Marketing-Tricks zu unterscheiden und deine persönlichen Anforderungen mit den Stärken der verschiedenen Display-Technologien abzugleichen.

In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du die besten Deals identifizierst, welche Technologien sich wirklich lohnen und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest. Am Ende findest du konkrete Produktempfehlungen, die aktuell besonders attraktiv sind.

Die wichtigsten TV-Technologien im Überblick

Bevor du dich in die Jagd nach den besten Black Friday Deals stürzt, solltest du die grundlegenden Display-Technologien verstehen, die heute am Markt dominieren. Jede Technologie hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, und die Wahl des richtigen Typs hängt maßgeblich von deinem Nutzungsverhalten und deinem Wohnzimmer ab.

OLED-Fernseher bieten dank selbstleuchtender Pixel perfekte Schwarzwerte und ein unendliches Kontrastverhältnis. Jeder Pixel kann einzeln ein- und ausgeschaltet werden, was zu einer Bildqualität führt, die LCD-Panels schlicht nicht erreichen können. Die Farben wirken dadurch lebendiger und natürlicher zugleich. Allerdings sind OLED-Panels tendenziell teurer und anfällig für Einbrenneffekte bei statischen Inhalten wie Logos oder Spielständen. Die meisten Hersteller haben mittlerweile Schutzmechanismen implementiert, die dieses Risiko erheblich reduzieren.

Mini-LED ist eine Weiterentwicklung der klassischen LCD-Technologie mit deutlich mehr Dimmzonen als herkömmliche LED-LCDs. Dadurch verbessern sich Kontrast und HDR-Darstellung erheblich, ohne die Nachteile von OLED in Bezug auf Einbrennen. Mini-LED-TVs erreichen zudem höhere Spitzenhelligkeiten, was sie besonders für helle Wohnzimmer interessant macht.

QLED von Samsung verwendet Quantum Dots für eine verbesserte Farbdarstellung und höhere Helligkeit. Die Technologie ist weniger anfällig für Einbrennen als OLED und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings können QLED-Panels bei perfekten Schwarzwerte nicht mit OLED mithalten, da sie weiterhin auf eine Hintergrundbeleuchtung angewiesen sind.

Darauf solltest du bei Black Friday TV-Angeboten achten

Der Black Friday kann schnell zur Falle werden, wenn du nicht weißt, worauf du wirklich achten musst. Händler nutzen geschickt psychologische Tricks, um Schnäppchenstimmung zu erzeugen, die nicht immer gerechtfertigt ist. Mit dem richtigen Wissen kannst du echte Angebote von Mogelpackungen unterscheiden.

Der UVP-Wert ist oft geschönt: Viele Händler erhöhen vor den Sale-Events künstlich die unverbindliche Preisempfehlung (UVP), um anschließend einen höheren Rabatt präsentieren zu können. Vergleiche den angeblichen Rabattpreis mit den Preisen der letzten Monate über Preisvergleichsportalen oder nutze Tracking-Tools. Ein echtes Schnäppchen erkennst du daran, dass der aktuelle Preis unter dem langfristigen Durchschnittspreis liegt.

Vorjahresmodelle erkennen: Achte auf die Modellbezeichnung. Die letzten Ziffern verraten oft das Baujahr. Ein "2023" oder "C3" (bei LG) deutet auf ein älteres Modell hin, das zwar günstiger sein kann, aber möglicherweise nicht mehr mit der neuesten Software versorgt wird. Gerade bei Smart-TVs ist die Software-Unterstützung ein wichtiger Faktor für die Langlebigkeit.

Auf die Anschlüsse achten: HDMI 2.1 ist mittlerweile Standard für Next-Gen-Konsolen und PCs. Stelle sicher, dass dein Wunsch-TV mindestens zwei HDMI-2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite (48 Gbit/s) bietet. Nur so kannst du 4K bei 120Hz mit HDR und VRR nutzen. Ältere Modelle mit HDMI 2.0b sind für Gaming-Fans keine gute Wahl mehr.

Energieeffizienz nicht vergessen: Fernseher laufen oft stundenlang, und die Energieeffizienzklasse wirkt sich direkt auf deine Stromrechnung aus. Ein Unterschied zwischen Klasse F und G kann bei täglich vier Stunden Nutzung schnell 20 bis 30 Euro pro Jahr ausmachen.

Gaming-Features: Darauf kommt es bei Next-Gen-Konsolen an

Wenn du einen PS5, Xbox Series X oder einen Gaming-PC besitzt, solltest du bei der TV-Wahl auf spezifische Gaming-Features achten. Diese machen den Unterschied zwischen einem guten Fernseher und einem Fernseher, der dein Gaming-Erlebnis wirklich auf das nächste Level hebt.

HDMI 2.1 ist Pflicht: Die aktuellen Konsolen können 4K bei 120 Bildern pro Sekunde ausgeben, aber nur mit einem HDMI-2.1-Anschluss. Achte darauf, dass der TV mindestens zwei solcher Anschlüsse bietet, falls du auch noch einen Soundbar oder anderes Zubehör anschließen möchtest. Die Bandbreite muss volle 48 Gbit/s betragen, um alle Features zu unterstützen.

Variable Refresh Rate (VRR): Diese Technologie synchronisiert die Bildwiederholrate des TVs mit der Framerate deiner Konsole und eliminiert Tearing und Ruckeln. NVIDIA G-Sync und AMD FreeSync sind die wichtigsten Standards. LG und Sony unterstützen beide Formate in ihren aktuellen OLED-Modellen, was diese besonders für Gaming interessant macht.

Auto Low Latency Mode (ALLM): Schaltet den TV automatisch in den Gaming-Modus, wenn eine Konsole eingeschaltet wird. Das reduziert den Input Lag auf ein Minimum, was bei schnellen Spielen wie Shootern oder Fighting Games entscheidend sein kann.

Input Lag: Der Input Lag gibt an, wie lange es dauert, bis ein Tastendruck auf dem Bildschirm sichtbar wird. Für kompetitives Gaming sollte er unter 20 Millisekunden liegen, am besten unter 10 ms. OLED-Fernseher von LG und Sony erreichen in der Regel exzellente Werte um die 10 ms im Gaming-Modus.

Smart-TV-Systeme: Die Qual der Wahl

Das Smart-TV-System entscheidet maßgeblich darüber, wie du täglich mit deinem Fernseher interagierst. Die großen Hersteller setzen auf unterschiedliche Plattformen, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Die Wahl des Systems ist oft eine persönliche Präferenz, die du vor dem Kauf kennen solltest.

Google TV (Sony, Philips und zunehmend auch TCL) bietet die beste Integration mit dem Google-Ökosystem. Die Oberfläche basiert auf Android TV und punktet mit einer riesigen App-Auswahl im Google Play Store. Die Suche funktioniert über alle deine Streaming-Dienste hinweg, und du kannst Inhalte problemlos vom Smartphone oder Tablet streamen. Die Sprachsteuerung mit Google Assistant ist ausgereift und funktioniert zuverlässig.

webOS von LG überzeugt durch eine elegante, schnelle Oberfläche mit geringen Ladezeiten. Das Design mit der unteren Leiste ist intuitiv und gefällt vielen Nutzern. Die App-Auswahl ist gut, allerdings nicht ganz so umfangreich wie bei Google TV. Besonders praktisch ist die Kompatibilität mit anderen LG-Geräten und die einfache Bildschirmspiegelung.

Tizen von Samsung bietet ebenfalls eine aufgeräumte, schnelle Oberfläche. Die Stärke liegt in der tiefen Integration mit Samsung-Smartphones und -Geräten. Die App-Auswahl ist gut, wenngleich nicht vollständig identisch mit Google TV. Samsungs Ambient Mode und Art Mode sind einzigartige Features, die andere Systeme nicht bieten.

Die richtige Größe und der optimale Abstand

Die Bildschirmgröße ist einer der wichtigsten Faktoren für ein zufriedenstellendes Seherlebnis, wird aber oft unterschätzt. Viele Käufer wählen intuitiv ein zu kleines Modell, weil sie die tatsächliche Wirkung einer größeren Diagonale im Wohnzimmer unterschätzen. Gleichzeitig gibt es auch Fälle, in denen ein zu großer Fernseher im Setup unpassend wirkt.

Als Faustregel gilt: Der optimale Sitzabstand sollte etwa dem 1,5- bis 2,5-fachen der Bildschirmdiagonale entsprechen. Bei einem 55-Zoll-TV (ca. 140 cm) wären das zwischen 2,1 und 3,5 Meter. Bei einem 65-Zoll-TV (ca. 165 cm) sind es 2,5 bis 4 Meter. Diese Angaben sind Richtwerte und hängen auch von der Auflösung ab: Bei 4K kannst du näher sitzen, da die einzelnen Pixel nicht mehr sichtbar sind.

Berücksichtige auch die Umgebung. In einem kleinen Raum mit viel Licht kann ein zu großer Bildschirm überwältigend wirken, während ein zu kleines Modell in einem großen Wohnzimmer untergeht. Bedenke auch, dass moderne TVs mit besonders schmalen Rahmen oft kompakter erscheinen als ihre Diagonale vermuten lässt. Wenn du zwischen zwei Größen schwankst, empfehlen wir die größere Variante – die meisten Nutzer bereuen später, dass sie nicht größer gekauft haben, nicht kleiner.

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