4K, HDR und Co.: Was bedeuten die TV-Kürzel?

Du stehst vor dem Fernseherregal und verstehst nur Bahnhof? QD-OLED, Mini-LED, Dolby Vision – wir erklären dir verständlich, was sich hinter den wichtigsten TV-Kürzeln verbirgt und worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

Was bedeutet 4K und warum ist es heute der Standard?

Wenn du heute einen neuen Fernseher kaufen möchtest, begegnet dir überall der Begriff 4K. Aber was bedeutet das eigentlich ganz einfach erklärt? Die Zahl 4K bezieht sich auf die horizontale Auflösung des Bildschirms, also auf die Anzahl der Bildpunkte (Pixel), die quer über das Display angezeigt werden. Ein echtes 4K-Bildschirm hat eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln, was zusammen etwa 8,3 Millionen Pixel ergibt – das ist viermal so viel wie bei einem klassischen Full-HD-Fernseher mit 1920 x 1080 Pixeln.

Der Unterschied zwischen Full HD und 4K ist bei größeren Bildschirmen oder beim Sitzen aus geringer Entfernung deutlich sichtbar. Die zusätzlichen Pixel sorgen für ein schärferes, detaillierteres Bild, bei dem du einzelne Bildpunkte selbst bei genauem Hinsehen kaum noch erkennen kannst. Das wirkt sich besonders positiv auf die Darstellung von feinen Details aus, etwa bei Naturaufnahmen, Texturen in Filmen oder auch bei Sportübertragungen, wo schnelle Bewegungen flüssiger und klarer dargestellt werden.

Für dich als Käufer bedeutet das: Ein 4K-Fernseher ist heute die vernünftige Wahl, da praktisch alle modernen Inhalte in 4K produziert werden und auch die Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video mittlerweile großes Augenmerk auf 4K-Inhalte legen. Selbst wenn du zunächst nur Full-HD-Inhalte schaust, profitierst du von der höheren Pixelanzahl, da moderne Fernseher diese Inhalte clever hochrechnen (Upscaling) und so für eine bessere Bildqualität sorgen.

Die Display-Technologien im Vergleich: OLED, QD-OLED und Mini-LED

Hinter den Begriffen OLED, QD-OLED und Mini-LED verbergen sich grundlegend verschiedene Technologien, mit denen Fernsehhersteller heute ihre Bildschirme bauen. Jede dieser Technologien hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, die sich direkt auf dein Seherlebnis auswirken.

OLED steht für Organic Light Emitting Diode. Bei OLED-Fernsehern leuchtet jeder einzelne Pixel eigenständig, was bedeutet, dass schwarze Bildbereiche tatsächlich komplett dunkel sind, da die entsprechenden Pixel einfach ausgeschaltet werden. Das Ergebnis ist ein perfektes Kontrastverhältnis, das besonders bei Filmen und Serien in dunklen Szenen für eine atemberaubende Bildqualität sorgt. Die LG OLED55G4 55 Zoll OLED 4K Smart TV α11 AI Processor ist ein hervorragendes Beispiel für diese Technologie und bietet zudem einen intelligenten Prozessor, der das Bild automatisch optimiert.

QD-OLED ist eine Weiterentwicklung von OLED, bei der Quantenpunkte (Quantum Dots) mit der OLED-Technologie kombiniert werden. Das Ziel ist eine noch bessere Farbdarstellung und höhere Helligkeit. Die Sony XR-65A95L 65 Zoll QD-OLED 4K Smart TV Google TV setzt auf diese Technologie und liefert dadurch besonders lebendige Farben bei gleichzeitig perfekten Schwarzwerte. QD-OLED-Panels gelten aktuell als das Nonplusultra in puncto Bildqualität, haben aber auch ihren Preis.

Mini-LED funktioniert anders: Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der klassischen LCD-Technologie, bei der statt großer LED-Hintergrundbeleuchtung viele winzige Mini-LEDs zum Einsatz kommen. Die Samsung QE65QN90D 65 Zoll Mini-LED 4K Smart TV nutzt diese Technologie und ermöglicht dadurch eine präzisere Steuerung der Helligkeit und bessere Kontraste als herkömmliche LCD-Fernseher. Mini-LED erreicht dabei eine höhere Helligkeit als OLED, was besonders in hellen Räumen von Vorteil sein kann.

HDR erklärt: Dolby Vision, HDR10 und was sie für dich bedeuten

HDR steht für High Dynamic Range und beschreibt eine Technologie, die dafür sorgt, dass Bilder einen größeren Kontrastumfang und mehr Farben darstellen können als Standard-Inhalte. Stell dir HDR wie den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Foto und einem HDR-Foto vor: HDR-Bilder zeigen sowohl in sehr dunklen als auch in sehr hellen Bereichen Details, die sonst verloren gehen würden.

Die verschiedenen HDR-Formate unterscheiden sich darin, wie sie diese erweiterte Helligkeit und Farbdarstellung umsetzen. HDR10 ist der offene Standard, den praktisch alle 4K-Fernseher und Ultra-HD-Blu-rays unterstützen. Er bietet eine statische HDR-Metadaten-Technik, bei der die Helligkeitsinformationen einmalig für den gesamten Film festgelegt werden. Dolby Vision geht einen Schritt weiter und nutzt dynamische Metadaten, die Szene für Szene angepasst werden. Das Ergebnis ist eine noch präzisere HDR-Darstellung, die von vielen Streaming-Diensten und Filmstudios unterstützt wird. Die Sony XR-65A95L 65 Zoll QD-OLED 4K Smart TV Google TV unterstützt Dolby Vision und kann diese dynamischen HDR-Daten optimal nutzen.

HDR10+ ist quasi der Konkurrent zu Dolby Vision und wird hauptsächlich von Samsung und Panasonic unterstützt. Es bietet ähnliche Vorteile wie Dolby Vision, nämlich dynamische Metadaten für eine optimale HDR-Darstellung. Die Samsung QE65QN90D 65 Zoll Mini-LED 4K Smart TV unterstützt HDR10+ (ebenso wie HDR10 und HLG), sodass du auch hier in den Genuss dynamischer HDR-Verbesserungen kommst. HLG (Hybrid Log Gamma) ist wiederum ein Format, das speziell für Fernsehübertragungen entwickelt wurde und HDR-Signale abwärtskompatibel darstellen kann.

Wichtige Kaufkriterien: Darauf solltest du beim TV-Kauf achten

Neben der Auflösung und der Display-Technologie gibt es weitere wichtige Faktoren, die deine Kaufentscheidung beeinflussen sollten. Die Bildwiederholrate gibt an, wie oft pro Sekunde das Bild auf dem Fernseher aktualisiert wird. Die Standardrate liegt bei 60 Hertz (Hz), was für die meisten Inhalte völlig ausreicht. Für Gaming-Fans oder Sport-Enthusiasten sind 120 Hz jedoch ein großer Vorteil, da Bewegungen noch flüssiger dargestellt werden und Input-Lag (die Verzögerung zwischen Controller-Eingabe und Bildschirmanzeige) reduziert wird. Alle drei Fokus-Produkte dieses Artikels bieten 120 Hz, was sie auch für Konsolen wie PlayStation 5 oder Xbox Series X interessant macht.

Die Smart-TV-Plattform bestimmt, welche Apps du nutzen kannst und wie einfach die Bedienung ist. Google TV (bei Sony) bietet eine umfangreiche App-Auswahl und gute Sprachsteuerung, während Tizen (bei Samsung) und webOS (bei LG) jeweils eigene Stärken haben. Alle drei Systeme sind ausgereift und bieten die wichtigsten Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Anschlussvielfalt. HDMI 2.1 ist heute der Standard, den du erwarten solltest, da er Funktionen wie 4K bei 120 Hz, Variable Refresh Rate (VRR) und Auto Low Latency Mode (ALLM) unterstützt – allesamt Features, die besonders für Gamer relevant sind. Die LG OLED55G4 55 Zoll OLED 4K Smart TV α11 AI Processor bietet beispielsweise vier HDMI-2.1-Anschlüsse, sodass du mehrere moderne Geräte gleichzeitig anschließen kannst. Auch die Energieeffizienzklassen (von A bis G) solltest du vergleichen, da sich die Stromkosten über die Jahre durchaus summieren können.

Typische Anfänger-Fehler und wie du sie vermeidest

Beim Kauf eines neuen Fernsehers passieren immer wieder dieselben Fehler, die sich später als ärgerlich erweisen. Ein häufiger Anfänger-Fehler ist es, sich nur auf die Bildschirmdiagonale zu konzentrieren und die tatsächliche Aufstellungsgröße zu vergessen. Ein 77-Zoll-Fernseher wie der Sony XR-77A95L 77 Zoll QD-OLED 4K Smart TV Google TV klingt beeindruckend, aber passt er auch in dein Wohnzimmer? Miss vorher den vorgesehenen Platz aus und bedenke auch den Abstand, aus dem du schauen wirst – als Faustregel gilt etwa das 1,5- bis 2,5-fache der Diagonale als idealer Sitzabstand.

Ein weiterer Fehler besteht darin, die Bedeutung von HDMI 2.1 zu unterschätzen. Gerade wenn du eine PlayStation 5, Xbox Series X oder einen modernen Gaming-PC besitzt, solltest du darauf achten, dass dein Fernseher ausreichend HDMI-2.1-Anschlüsse bietet. Die Samsung QE65QN90D 65 Zoll Mini-LED 4K Smart TV hat beispielsweise vier HDMI-2.1-Ports, was für die meisten Nutzer mehr als ausreichend ist. Ohne HDMI 2.1 kannst du nicht alle Funktionen moderner Spielekonsolen nutzen, etwa 4K bei 120 Hz.

Auch das Ignorieren der Blickwinkelstabilität kann problematisch sein. Während OLED-Fernseher wie die LG OLED55G4 55 Zoll OLED 4K Smart TV α11 AI Processor aus nahezu jedem Blickwinkel eine konstante Bildqualität bieten, sieht es bei manchen LCD- und Mini-LED-Modellen anders aus – hier kann die Farbdarstellung bei seitlicher Betrachtung leiden. Überlege also, wo und wie du sitzt: Siehst du häufig aus seitlichen Positionen fern, ist ein Fernseher mit guter Blickwinkelstabilität die bessere Wahl.

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